The Master Plan

Hello dear friends,

I´m back – with good news and a brand-new own English section. I decided to do an all English section this time which is the same articles like in the „Master“ (German) one. So I guess it will be easier now to follow. 🙂

Sometimes things just work out. You dream and hope and in the end you don´t even really believe anymore that I could be possible. Just to realized that in the end it all worked out.

That´s what happend to me and my applications for a Master in Sweden. After a crazy post-Erasmus-time, that cost me insanely much energy, I decided to try to move back to Sweden. Well, here we go – here´s (almost) the whole story:

An identity crisis.

Oh yeah, those students. Not prepared for life, pampered and sheltered. Naive and purposeless and then going for an Erasmus semester. Where they have everything organized for them and party all day. Just to end up in a post-Erasmus-depression afterwards. Sissy youngsters.

That´s more or less what you are told by society. We purposeless and aimless  people in our mid-twenties. lllusionists.

No, I didn´t want to say I went through a post-Erasmus-depression altough for sure I was melancholically going through old picture and reassuring my friends we would sure meet soon again – somewhere somewhen. Just like everybody. To be honest living in another country and going through all those challenges and adventures did way more to me – both easy and nice things as well as things that were quite hard to go through and overcome. But that I will maybe explain in detail sometime later. It hasn´t been the most easy time for me. However, I can say for sure that I´m incredibly thankful for having been forced to deal with myself and all the challenges to come with that.

The crisis. Now for real. Along with the overwhelming feelings I was left with after my Erasmus semster came another feeling that I am already old friends with. Doubt. Did my studies make sense at all? What would I be doing afterwards? Would I find something that I could really be happy with? This time the feeling hit really me hard since my Bachelor was fast coming to an end and time started to run through my fingers. Reality suddenly started to knock on my door and I just couldn´t ignore it anymore.

And now? Work? Study? Find a Trainee programme? On top I wasn´t really happy with my choice of my study field at that time cause I felt like I missed out on something and could have found something more suitable. I really was in need of a good alternative.

Working: yeah. nice. Would mean I could afford more than pasta on a regular basis. And then? Work for the next 50 years? Or longer…? Who knows. The mid-twenty-unicorn-worldpeace-dreamer inside my head starts to rebel. No. Too early. Still too young for this. Need to see and conquer the world. You know what I mean. Who needs more than pasta in life anyways.

So a Master it is. Actually I am a very ambitious person and love to learn new things – so that was kind of a good argument for studies, too. But what and where?

Conquering new old frontiers.

Communications didn´t seem like the end of the story anymore. Don´t get me wrong, I still love to communicate in any way and think it´s one of the most important skills in modern times. However, a career in the intern corporate communication of a mid-sized company had never really been my idea of life ( – no offense).

Now what: Web developement? Law – maybe international? Start a career as an engineer? Or finally go for human medicine? Reality was showing up again, knocking on my door and telling me to shut the f*** up and focus on my real life.

Right she was. So I was going back into myself asking me all those question about what I loved to do and what I´m really interessted in. A never ending inner crisis. Again and again.

Finally I decided to just follow my feelings and apply for a Master in Sweden. I almost missed out on the application deadline since it had taken me so long to make up my mind. But in the end I made it. And after three endless months of waiting and more doubts I was shocked when I got the notice that I really was accepted. And then again when I realized that it would be impossible to find a flat in Gothenburg. And then again when I realized how incredibly happy I was to move back. I´m not gonna be an astronaut. No engineer and no doctor and no Lama-farmer (yes that had made it to the list for quite a while). It looks like I´ll find myself somewhere in the field of international relations of states. Communicative and political.

The mind thinks big and allows itself to dream. Reality is finally nodding proudly and is happy that some decision had been made. And what will happen in future can´t be forseen anyways.

But I guess my nearer future I will spend in the most beautiful and cool city of Sweden: Göteborg. Starting off in summer. Of cause I´ll share all adventures here – so I hope we´ll read us soon 😉

med vänliga hälsningar

Lucie

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Der Master-Plan

Hallo liebe Freunde,

ich melde mich zurück aus der Versenkung – mit Neuigkeiten.

Manchmal klappen Dinge einfach. Man träumt und hofft und bangt und gibt schon beinahe wieder auf. Um am Ende fest zu stellen, dass manche Dinge einfach klappen.

So ist es mir mit meiner Master-Bewerbung für Schweden ergangen. Nach einer turbulenten Nach-Erasmus-Zeit, die mich mehr Kraft gekostet hat, als ich es erwartet hätte, habe ich mich entschlossen es mit einer Master-Bewerbung in Schweden zu versuchen. Hier die ganze Story:

Sinnkrise.

Ach ja diese Studenten. Nicht vorbereitet auf das Leben, verschult und verhätschelt. Überhaupt kaum lebensfähig, elanlos und dann auch noch dieses ERASMUS-Programm. Das Organisatorische bekommen sie doch eh alles vorgekaut und dann wird ein Semester gefeiert. Von wegen Studium. Und danach landen sie in der der Post-ERASMUS-Depression. Diese verweichlichte Jugend.

So oder so ähnlich wir bekommen wir es immer wieder von der Gesellschaft zu hören, wir plan- und ziellosen Mittzwanziger. Wir Illusionisten.

Nein – das Stichwort Sinnkrise soll hier nicht auf eine Post-ERASMUS-Depression hindeuten. Wobei auch ich dem melancholischen Durchwälzen von Bildern und den verzweifelten gegenseitigen Versicherungen man sehe sich bald wieder, auf dem ein oder anderen Kontinent, sicher nicht entgangen bin. Tatsächlich hat die Auslandserfahrung noch viel drastischere Dinge mit mir angestellt, auf die ich aber an anderer Stelle eingehen möchte. Eines sei gesagt: Sich tatsächlich mit sich selbst auseinander zu setzen ist keine leichte Übung. Dafür kann ich sicher sagen: Ich bin unendlich dankbar dafür, dazu gezwungen worden zu sein.

Sinnkrise. Jetzt aber wirklich. Zu den aufwühlenden Erlebnissen während und nach des Auslandssemesters kam zunehmend die alljährliche Sinnkrise eines (jeden?) Studenten, ob das Studium überhaupt Sinn ergeben hat, ob man fürs Leben vorbereitet ist, was man vom Leben erwartet, wohin der Weg gehen soll. Nur diesmal in verschärfter Variante. Schließlich neigte sich mein Bachelor bedenklich dem Ende zu und nach dem traumhaften Ritt durch das Erasmus-Wunderland (das mir entgegen der gängigen Meinung doch einiges abverlangt hat) klopfte nun doch unüberhörbar die Realität an.

Und jetzt? Arbeiten? Trainee? Master? Noch dazu eine Unzufriedenheit mit der Wahl des Studienfaches, die sich über die Jahre aufgestaut hatte (Anmerkung zum Zeitpunkt der Verfassung: Tatsächlich bin ich zum heutigen Zeitpunkt wieder versöhnt mit meiner Wahl). Eine Alternative musste her.

Arbeiten: Ja. Schön und Gut. Endlich mal die Speißekarte erweitern – irgendeine neue fancy Ergänzung zu den Pasta. Oder so. Und dann? Für die nächsten 50 Jahre? Oder länger – wer weiß. Der Mittzwanziger-Postmaterialist-Einhorn-Weltfrieden-Träumer in mir rebelliert. Nein. Viel zu früh, viel zu jung. Die Welt sehen. Man kennt das ja.

Also Studieren. Ich bin tatsächlich ein sehr ehrgeiziger Mensch und lerne auch wirklich gerne Neues – auch wenn ich mich hierfür häufig eher entschuldigen muss, lass ich das jetzt mal hier so stehen. Das sprach als dafür. Ohne das große Geld auskommen. Geht auch. Schon eingewöhnt, kein Problem. Ein Master also. Nur was und wo?

Auf zu neuen alten Ufern.

Kommunikation war jetzt nicht mehr das Ziel aller Träume – die Vorstellung von eine Karriere in der internen Unternehmenskommunikation eines Mittelständlers ruft minutenlanges inneres Schütteln in mir hervor. Kurz habe ich auch abgewogen, ob es doch noch ein zweiter Bachelor werden soll – Webdevelopement? Recht? – vielleicht international? Als Ingenieur könnte ich Karriere machen oder doch noch mit dem Medizinstudium anfangen? Die Realität klopft wieder, zeigt mir den Vogel und meint, dass es doch sinnvoller wäre nach Vorne zu blicken.

Also in mich kehren. Sinnkrise. Immer wieder. Dann mal der Blick auf die Gegenwart. Und dann einfach mal nach Gusto: Was interessiert mich wirklich?

Die Bewerbungsfrist in Schweden wäre mir am Ende doch fast davongelaufen, nach Monaten des philosophischen Diskurses und der Abwägung unzähligen – teils sehr kreativer – Szenarien. Am Ende hat es aber gereicht. Und nach 3 Monaten Wartezeit hat es mich unerwartet vom Hocker gehauen. Und dann nochmal als ich realisiert habe, wie schwer es werden wird eine Wohnung in Göteborg zu finden. Und dann noch einmal, als ich realisiere, dass ich mich riesig auf mein Studium freue. Nicht Astronaut, Ingenieur, Arzt oder Lama-Hirte (das war tatsächlich kurzzeitig ein Szenario mit nicht allzu schlechten Gewinnchancen) – so wie es ausschaut werde ich mich wohl eher im Beziehungsgeflecht internationaler Akteure wiederfinden. Kommunikativ und politisch.

Der Mind denkt groß und wagt, sich Hoffnungen zu machen. Die Realität bleibt friedlich, zuckt mit den Schultern und meint „Na bitte. Endlich eine Entscheidung.“ und was die ferne Zukunft bringt, kann ohnehin keiner sagen.

Die nahe bringt mich aber wohl erstmal in die schönste und coolste Stadt Schwedens: Göteborg. Im Sommer geht´s los. Auch über mein neues Abenteuer wird natürlich hier berichtet – also gerne dranbleiben 🙂

med vänliga hälsningar

Lucie