About arriving.

I have arrived. Really arrived. I´ve already been traveling around in Scandinavia for a week now. And just feel great. I´m arriving, feeling home und don´t feel like leaving again. At least for now 😉

The car ride from the South of Germany to Gothenburg was even longer than expected for we were more standing than really going. Must love the traffic. But actually this gave me the chance to finally spend quite some time with my parents again which I´m really grateful for. So once again things that look annoying at first sight might really be happening for a good reason.

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My new flatmate warmly welcomed me in Gothenburg. What can I say guys: Good thing happen to good people – at least that´s what I´m trying to tell myself 😉 No, for real now: I think was incredibly lucky with her and the flat. My room is tiny, but just right. Lagom, like they would say here in Sweden. Also I love my new furniture – even though it might be I got a little to many for my tiny room. Oh well. IKEA. Where the love goes – it´s not always a free choice.

Here we go again.

After some really nice days of family holidays in Norway (article will follow), I know finally settled in Gothenburg. Well what ever „finally settled“ means in my terms… But at least for now.

I love the new beginnings. Meeting new awesome people and making them a part of my life. And myself a part of theirs. Explore and experience the new city. Live every single day. Not even the confusing registration procedures, various appointments, to be signed contracts und applications can narrow my satisfaction about living here now. But well, to be honest I´ll be more than happy when all the organisational part is over. 😉 If you´re further interested in anything about the registration/application for studies, what to take care of when moving to Sweden or even just how to get a swedish mobile number – please leave me a comment below. Just hit the comment function right under the headline. I will tell you everything I know about it – at the latest when I found out myself 😉

Into the life.

So now it´s just time for me to dive into my new life and enjoy it. Really looking forward to sharing more infos and thought with you soon and also to seeing some of you soon again. Cause this is actually what I treasure most: You can never have enough awesome people in your life.

Vi ses guys!

med vänliga hälsningar

Moi 🙂

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Über das Ankommen.

Ich bin angekommen. So richtig. Seit etwas über einer Woche bin ich nun wieder in Skandinavien unterwegs. Und fühle mich einfach nur wohl. Schweden macht etwas mit mir. Ich komme an, ich fühle mich zuhause und ich will nicht wieder weg. Zumindest für den Moment. 😉

Die Fahrt mit dem Auto aus dem Süden Deutschlands nach Göteborg ist trotz Übernachtung in Hamburg nicht zu unterschätzen. Vor allem, wenn man mehr im Stau steht als tatsächlich zu fahren. Aber gerade diese Fahrt hat mir die Gelegenheit gegeben nach langem mal wieder einige Zeit intensiv mit meinen Eltern zu verbringen. Dafür bin ich wahnsinnig dankbar. Manchmal sind eben auch scheinbare Nachteile in Wahrheit Vorteile.

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In Göteborg wurde ich wahnsinnig lieb von meiner Mitbewohnerin empfangen. Was soll ich sagen Leute: Guten Menschen passieren gute Dinge – das versuche ich mir zumindest einzureden 😉 Spaß beiseite. Ich finde wirklich ich hatte großes Glück mit ihr und der Wohnung. Mein Zimmer ist mini, aber gerade recht. Lagom, wie man hier in Schweden wohl sagen würde. Und ich liebe meine neuen Möbel, auch wenn es vielleicht ein paar zu viel für das Zimmerchen sind. Aber naja. IKEA. Wo die Liebe hinfällt – manchmal kann man eben nicht anders.

Here we go again.

Es ist also mal wieder so weit. Nach ein paar schönen Tagen Familienurlaub in Norwegen (Artikel folgt) bin ich nun endgültig in Göteborg angekommen. Naja, so endgültig das bei mir eben immer so ist 😉 Aber eben für jetzt.

Ich liebe diesen Neuanfang. Wieder neue tolle Menschen kennen lernen und in meinem Leben haben dürfen. Die neue Stadt erkunden. Jeden Tag leben. Die verwirrenden Registrierungsregularien, unübersichtlichen Termine, neuabzuschließenden Verträge und auszufüllenden Anträge können mein Glück darüber nicht trüben. Aber wenn das Organisatorische gelaufen ist, bin ich schon happy 😉 Lasst mir gerne einen Kommentar da, falls euch irgendetwas besonders interessiert über die Abläufe, was man so alles beachten muss. Organisatorisches fürs Studium, das Leben in Schweden, wie man an eine Schwedische Telefonnummer kommt. Dazu einfach unter der Überschrift die Kommentarfunktion anklicken. Ich erzähl euch dann gerne mehr darüber – spätestens sobald ich selbst herausgefunden habe, wie es funktioniert 😉

Auf ins Leben.

Jetzt stürze ich mich jedenfalls erstmal wieder kopfüber in mein neues Leben hier und freue mich darauf euch bald mal wieder einiges zu berichten und auch darauf einige von euch bald wieder zu sehen. Das ist nämlich, was ich besonders schön finde: Man kann nie genug tolle Leute in seinem Leben haben.

Vi ses ihr Lieben!

med vänliga hälsningar

Moi 🙂

Five Days. And some realisations.

That´s my time left in Germany for now. Five more days. Job – quit. Room and furniture – left and sold. Packing status – chaotic. Not to say apocalyptic. Academic degree – check. Savings – let´s change topic here.

This is the time of goodbyes. I hate them. But avoiding them is no option and deriving strength from earlier experiences I try to convince myself it´s not gonna make much of a difference. Good friends will stay. Nevertheless time flys and I won´t even manage to see everybody of those important friends once more. I´ll have to come back sometime.

No borders. No plans.

Just recently some realisations hit me. Really good feeling ones, so I wanted to share them with you. Most important: I love the current status of my life. Being single and not owning a single piece of furniture anymore I feel free like never before. I know this is a very decent position for feeling free and light. Other situations in life will bring more responsibilities with them, but my point here should be valuable for everyone. It´s fulfillable in any situation you might find yourself in right now.

I´m moving to a new but known country, alone – and I don´t bring any plans with me. Of cause I want to decide where my life goes – I´m actually also living more conscious than ever before. And am thereby willing to become the CEO of my life, really finally taking over all responsibility and making smart decisions. But I decided not to limit my options in any way by making any plans right now. I´m so excited about how everything will go on. It feels like this is exactly how it should be right now. Adventures, independance and self-focus. Never have I ever been so close to myself. My dear friends – however young or old you might be – please do yourself a favour and find out about who you really are and love that person, treat him or her like you would treat your very best friends. Cause you´re the only real constant in your life. And stay open. Otherwise you might limit yourself to the options you have forseen for yourself. That´s what I´m trying to make my motto for life right now. And it feels really good so far. It´s the only plan right now. I´m so excited how the story goes on – for me and you and everybody.

Let´s stay in touch – and see/read you soon!

med vänliga hälsningar

Lucie

 

Der Preis der Unabhängigkeit.

Es wird ernst. Richtig ernst. Und ich merke, was ich schon von Anfang an wusste, aber mir nicht über das Ausmaß im Klaren war: Dieses Vorhaben lässt sich in keinster Weise mit einem Auslandssemester vergleichen. Mit der Erkenntnis stellt sich eine gewisse Überforderung ein. Überwältigung eher. Man könnte sagen Respekt vor der eigenen Courage. Aber dann legt man los und mit jedem Schritt wird es etwas leichter. Wohnung kündigen, Job kündigen, Möbel und Zimmer herzeigen um Abnehmer zu finden. Es geht los…

Aufgeben was war.

Ein Umzug bedeutet immer einiges aufzugeben und loszulassen. Sich damit abzufinden, dass sich Dinge ändern. Nach meinem Auslandssemester hatte ich mich daran gewöhnt, dass ich enge Freunde nur über Skype erreichen kann. An die Aussicht viele liebe Menschen erst in unbestimmter Zeit wieder zu sehen. Ich dachte ich wäre langsam an Veränderung gewöhnt. Vier Umzüge in den letzten drei Jahren, wenn auch meistens nur innerhalb der Stadt. Ich dachte, ich kann das mit dem Neuanfang. Dachte es könnte so anders nicht sein.

Ist es aber. Nach Schweden zu ziehen bedeutet ich gebe mein süßes kleines WG Zimmer im Herzen der Stadt auf. Weg. Und mit ihm auch meine geliebten Möbel. Meine ersten eigenen Möbel. Unter dem Hammer. „Wenn du was zu verschenken hast, dann melde dich gerne“. Na klar.
Den Job aufgeben. Mit all den liebgewonnenen Kollegen mit denen man sich jeden Tag durch Stress und Chaos gelacht hat. Weg.
Das Studienfach, meine Wissenskomfortzone, auch aufgegeben. Zugegeben freiwillig. Mit weit weniger Herzschmerz. Stattdessen ein neues Fach – das ich super spannend finde. Noch vielleicht, ich bin gespannt. Auf jeden Fall eine Unsicherheit mehr.

Man zieht also in eine neue Stadt, in der man niemanden kennt. Gibt auf Freunde und Familie in nächster Nähe zu haben. Löst das Sicherheitsnetz. Freut sich auf das Abenteuer und schaudert.
Ohne Muttersprache. Ohne Brezeln und Maultaschen.

Das sind wir mal wieder: Mein backpack und ich. Und sonst nicht viel vom alten Leben.

Ein Sprung ins Ungewisse.

So fühlt es sich bei aller Vorfreude an. Eine Wohnung in Göteborg zu finden, wurde mir schnell klar, ist kein leichtes Unterfangen. Nach einem Monat intensiver suche, habe ich nun endlich eine erste Rückmeldung bekommen. Privat, als Untermieter. Alles andere scheint schier unmöglich. Die Wartezeit fürs Wohnheim: 2-5 JAHRE. Man zieht also los, packt seine Habseeligkeiten, zieht bei einem Unbekannten ein und hofft, dass es passt. Oft habe ich Anzeigen von Rentnern oder Familien gesehen. Oftmals nur mit sehr bedingter Mitnutzung der Wohnung alà du darfst duschen, wenn wir gerade das Bad nicht brauchen und vielleicht ins Wohnzimmer, wenn niemand im Haus ist. Vorgeschriebene Kochzeiten inklusive. Natürlich der Worstcase.

Ich scheine Glück zu haben. Meine Rückmeldung ist vielversprechend: geskypt, sofort gut verstanden, bezahlbar – für Göteborger Verhältnisse – und relativ zentral. Bald als mal hinfliegen, um hoffentlich den Mietvertrag zu unterschreiben.

Neue Wohnung, neue Uni, neue Stadt, neue Menschen. Und dann ist da noch der kalte, dunkle Winter. Und Herbst… und Frühling.

Und Ja. Ich denke es ist eine sehr gute Idee.

Viele Leute haben mich fast entsetzt gefragt, ob ich sicher bin, dass ich das tun will. Augenbrauen hoch, erstaunter Blick: Natürlich. Aber so langsam verstehe ich, welche Gedanken hier zu der Frage geführt haben.

Ja, es wird nicht immer leicht. Ja, es fällt mir schwer vieles zu verkaufen und abzugeben, was ich besitze. Zumal ich kein Held im Abschied nehmen bin. Ganz im Gegenteil. Ja, ich weiß im Notfall kann ich immer zurückkommen. Nein, das ist nur eine bedingte Hilfe. Natürlich hilft der Gedanke, aber letztlich will man doch eher ans Gelingen glauben denn an die Flucht.

Ich glaube die Erfahrung ist alle Ängste und Bedenken wert. Fakt ist: Wann immer ich meine Komfortzone verlassen habe, hat es mich weiter gebracht. Nur dann finden Entwicklungen statt, mit denen ich nie gerechnet hätte. Auch die sind wiederum nicht immer leicht zu tragen und zu verarbeiten. Aber am Ende bringen sie mich näher zu mir selbst und machen mich stärker.

Und diesmal verlasse ich die Komfortzone sogar geplant und in voller Absicht. Im vollen Bewusstsein, dass es nicht immer so leicht und schön sein wird, wie man es sich im ersten Moment vorstellt. Wenn doch, dann freue ich mich umso mehr.

Es ist Zeit loszulassen. Zu springen. Auf ins Ungewisse und schauen, wo es hingehen kann. Ich freu mich schon.

Mehr zu mir, Göteborg und Entwicklung: bald hier.

med vänliga hälsningar

Lucie

The Master Plan

Hello dear friends,

I´m back – with good news and a brand-new own English section. I decided to do an all English section this time which is the same articles like in the „Master“ (German) one. So I guess it will be easier now to follow. 🙂

Sometimes things just work out. You dream and hope and in the end you don´t even really believe anymore that I could be possible. Just to realized that in the end it all worked out.

That´s what happend to me and my applications for a Master in Sweden. After a crazy post-Erasmus-time, that cost me insanely much energy, I decided to try to move back to Sweden. Well, here we go – here´s (almost) the whole story:

An identity crisis.

Oh yeah, those students. Not prepared for life, pampered and sheltered. Naive and purposeless and then going for an Erasmus semester. Where they have everything organized for them and party all day. Just to end up in a post-Erasmus-depression afterwards. Sissy youngsters.

That´s more or less what you are told by society. We purposeless and aimless  people in our mid-twenties. lllusionists.

No, I didn´t want to say I went through a post-Erasmus-depression altough for sure I was melancholically going through old picture and reassuring my friends we would sure meet soon again – somewhere somewhen. Just like everybody. To be honest living in another country and going through all those challenges and adventures did way more to me – both easy and nice things as well as things that were quite hard to go through and overcome. But that I will maybe explain in detail sometime later. It hasn´t been the most easy time for me. However, I can say for sure that I´m incredibly thankful for having been forced to deal with myself and all the challenges to come with that.

The crisis. Now for real. Along with the overwhelming feelings I was left with after my Erasmus semster came another feeling that I am already old friends with. Doubt. Did my studies make sense at all? What would I be doing afterwards? Would I find something that I could really be happy with? This time the feeling hit really me hard since my Bachelor was fast coming to an end and time started to run through my fingers. Reality suddenly started to knock on my door and I just couldn´t ignore it anymore.

And now? Work? Study? Find a Trainee programme? On top I wasn´t really happy with my choice of my study field at that time cause I felt like I missed out on something and could have found something more suitable. I really was in need of a good alternative.

Working: yeah. nice. Would mean I could afford more than pasta on a regular basis. And then? Work for the next 50 years? Or longer…? Who knows. The mid-twenty-unicorn-worldpeace-dreamer inside my head starts to rebel. No. Too early. Still too young for this. Need to see and conquer the world. You know what I mean. Who needs more than pasta in life anyways.

So a Master it is. Actually I am a very ambitious person and love to learn new things – so that was kind of a good argument for studies, too. But what and where?

Conquering new old frontiers.

Communications didn´t seem like the end of the story anymore. Don´t get me wrong, I still love to communicate in any way and think it´s one of the most important skills in modern times. However, a career in the intern corporate communication of a mid-sized company had never really been my idea of life ( – no offense).

Now what: Web developement? Law – maybe international? Start a career as an engineer? Or finally go for human medicine? Reality was showing up again, knocking on my door and telling me to shut the f*** up and focus on my real life.

Right she was. So I was going back into myself asking me all those question about what I loved to do and what I´m really interessted in. A never ending inner crisis. Again and again.

Finally I decided to just follow my feelings and apply for a Master in Sweden. I almost missed out on the application deadline since it had taken me so long to make up my mind. But in the end I made it. And after three endless months of waiting and more doubts I was shocked when I got the notice that I really was accepted. And then again when I realized that it would be impossible to find a flat in Gothenburg. And then again when I realized how incredibly happy I was to move back. I´m not gonna be an astronaut. No engineer and no doctor and no Lama-farmer (yes that had made it to the list for quite a while). It looks like I´ll find myself somewhere in the field of international relations of states. Communicative and political.

The mind thinks big and allows itself to dream. Reality is finally nodding proudly and is happy that some decision had been made. And what will happen in future can´t be forseen anyways.

But I guess my nearer future I will spend in the most beautiful and cool city of Sweden: Göteborg. Starting off in summer. Of cause I´ll share all adventures here – so I hope we´ll read us soon 😉

med vänliga hälsningar

Lucie

Der Master-Plan

Hallo liebe Freunde,

ich melde mich zurück aus der Versenkung – mit Neuigkeiten.

Manchmal klappen Dinge einfach. Man träumt und hofft und bangt und gibt schon beinahe wieder auf. Um am Ende fest zu stellen, dass manche Dinge einfach klappen.

So ist es mir mit meiner Master-Bewerbung für Schweden ergangen. Nach einer turbulenten Nach-Erasmus-Zeit, die mich mehr Kraft gekostet hat, als ich es erwartet hätte, habe ich mich entschlossen es mit einer Master-Bewerbung in Schweden zu versuchen. Hier die ganze Story:

Sinnkrise.

Ach ja diese Studenten. Nicht vorbereitet auf das Leben, verschult und verhätschelt. Überhaupt kaum lebensfähig, elanlos und dann auch noch dieses ERASMUS-Programm. Das Organisatorische bekommen sie doch eh alles vorgekaut und dann wird ein Semester gefeiert. Von wegen Studium. Und danach landen sie in der der Post-ERASMUS-Depression. Diese verweichlichte Jugend.

So oder so ähnlich wir bekommen wir es immer wieder von der Gesellschaft zu hören, wir plan- und ziellosen Mittzwanziger. Wir Illusionisten.

Nein – das Stichwort Sinnkrise soll hier nicht auf eine Post-ERASMUS-Depression hindeuten. Wobei auch ich dem melancholischen Durchwälzen von Bildern und den verzweifelten gegenseitigen Versicherungen man sehe sich bald wieder, auf dem ein oder anderen Kontinent, sicher nicht entgangen bin. Tatsächlich hat die Auslandserfahrung noch viel drastischere Dinge mit mir angestellt, auf die ich aber an anderer Stelle eingehen möchte. Eines sei gesagt: Sich tatsächlich mit sich selbst auseinander zu setzen ist keine leichte Übung. Dafür kann ich sicher sagen: Ich bin unendlich dankbar dafür, dazu gezwungen worden zu sein.

Sinnkrise. Jetzt aber wirklich. Zu den aufwühlenden Erlebnissen während und nach des Auslandssemesters kam zunehmend die alljährliche Sinnkrise eines (jeden?) Studenten, ob das Studium überhaupt Sinn ergeben hat, ob man fürs Leben vorbereitet ist, was man vom Leben erwartet, wohin der Weg gehen soll. Nur diesmal in verschärfter Variante. Schließlich neigte sich mein Bachelor bedenklich dem Ende zu und nach dem traumhaften Ritt durch das Erasmus-Wunderland (das mir entgegen der gängigen Meinung doch einiges abverlangt hat) klopfte nun doch unüberhörbar die Realität an.

Und jetzt? Arbeiten? Trainee? Master? Noch dazu eine Unzufriedenheit mit der Wahl des Studienfaches, die sich über die Jahre aufgestaut hatte (Anmerkung zum Zeitpunkt der Verfassung: Tatsächlich bin ich zum heutigen Zeitpunkt wieder versöhnt mit meiner Wahl). Eine Alternative musste her.

Arbeiten: Ja. Schön und Gut. Endlich mal die Speißekarte erweitern – irgendeine neue fancy Ergänzung zu den Pasta. Oder so. Und dann? Für die nächsten 50 Jahre? Oder länger – wer weiß. Der Mittzwanziger-Postmaterialist-Einhorn-Weltfrieden-Träumer in mir rebelliert. Nein. Viel zu früh, viel zu jung. Die Welt sehen. Man kennt das ja.

Also Studieren. Ich bin tatsächlich ein sehr ehrgeiziger Mensch und lerne auch wirklich gerne Neues – auch wenn ich mich hierfür häufig eher entschuldigen muss, lass ich das jetzt mal hier so stehen. Das sprach als dafür. Ohne das große Geld auskommen. Geht auch. Schon eingewöhnt, kein Problem. Ein Master also. Nur was und wo?

Auf zu neuen alten Ufern.

Kommunikation war jetzt nicht mehr das Ziel aller Träume – die Vorstellung von eine Karriere in der internen Unternehmenskommunikation eines Mittelständlers ruft minutenlanges inneres Schütteln in mir hervor. Kurz habe ich auch abgewogen, ob es doch noch ein zweiter Bachelor werden soll – Webdevelopement? Recht? – vielleicht international? Als Ingenieur könnte ich Karriere machen oder doch noch mit dem Medizinstudium anfangen? Die Realität klopft wieder, zeigt mir den Vogel und meint, dass es doch sinnvoller wäre nach Vorne zu blicken.

Also in mich kehren. Sinnkrise. Immer wieder. Dann mal der Blick auf die Gegenwart. Und dann einfach mal nach Gusto: Was interessiert mich wirklich?

Die Bewerbungsfrist in Schweden wäre mir am Ende doch fast davongelaufen, nach Monaten des philosophischen Diskurses und der Abwägung unzähligen – teils sehr kreativer – Szenarien. Am Ende hat es aber gereicht. Und nach 3 Monaten Wartezeit hat es mich unerwartet vom Hocker gehauen. Und dann nochmal als ich realisiert habe, wie schwer es werden wird eine Wohnung in Göteborg zu finden. Und dann noch einmal, als ich realisiere, dass ich mich riesig auf mein Studium freue. Nicht Astronaut, Ingenieur, Arzt oder Lama-Hirte (das war tatsächlich kurzzeitig ein Szenario mit nicht allzu schlechten Gewinnchancen) – so wie es ausschaut werde ich mich wohl eher im Beziehungsgeflecht internationaler Akteure wiederfinden. Kommunikativ und politisch.

Der Mind denkt groß und wagt, sich Hoffnungen zu machen. Die Realität bleibt friedlich, zuckt mit den Schultern und meint „Na bitte. Endlich eine Entscheidung.“ und was die ferne Zukunft bringt, kann ohnehin keiner sagen.

Die nahe bringt mich aber wohl erstmal in die schönste und coolste Stadt Schwedens: Göteborg. Im Sommer geht´s los. Auch über mein neues Abenteuer wird natürlich hier berichtet – also gerne dranbleiben 🙂

med vänliga hälsningar

Lucie