Über das Ankommen.

Ich bin angekommen. So richtig. Seit etwas über einer Woche bin ich nun wieder in Skandinavien unterwegs. Und fühle mich einfach nur wohl. Schweden macht etwas mit mir. Ich komme an, ich fühle mich zuhause und ich will nicht wieder weg. Zumindest für den Moment. 😉

Die Fahrt mit dem Auto aus dem Süden Deutschlands nach Göteborg ist trotz Übernachtung in Hamburg nicht zu unterschätzen. Vor allem, wenn man mehr im Stau steht als tatsächlich zu fahren. Aber gerade diese Fahrt hat mir die Gelegenheit gegeben nach langem mal wieder einige Zeit intensiv mit meinen Eltern zu verbringen. Dafür bin ich wahnsinnig dankbar. Manchmal sind eben auch scheinbare Nachteile in Wahrheit Vorteile.

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In Göteborg wurde ich wahnsinnig lieb von meiner Mitbewohnerin empfangen. Was soll ich sagen Leute: Guten Menschen passieren gute Dinge – das versuche ich mir zumindest einzureden 😉 Spaß beiseite. Ich finde wirklich ich hatte großes Glück mit ihr und der Wohnung. Mein Zimmer ist mini, aber gerade recht. Lagom, wie man hier in Schweden wohl sagen würde. Und ich liebe meine neuen Möbel, auch wenn es vielleicht ein paar zu viel für das Zimmerchen sind. Aber naja. IKEA. Wo die Liebe hinfällt – manchmal kann man eben nicht anders.

Here we go again.

Es ist also mal wieder so weit. Nach ein paar schönen Tagen Familienurlaub in Norwegen (Artikel folgt) bin ich nun endgültig in Göteborg angekommen. Naja, so endgültig das bei mir eben immer so ist 😉 Aber eben für jetzt.

Ich liebe diesen Neuanfang. Wieder neue tolle Menschen kennen lernen und in meinem Leben haben dürfen. Die neue Stadt erkunden. Jeden Tag leben. Die verwirrenden Registrierungsregularien, unübersichtlichen Termine, neuabzuschließenden Verträge und auszufüllenden Anträge können mein Glück darüber nicht trüben. Aber wenn das Organisatorische gelaufen ist, bin ich schon happy 😉 Lasst mir gerne einen Kommentar da, falls euch irgendetwas besonders interessiert über die Abläufe, was man so alles beachten muss. Organisatorisches fürs Studium, das Leben in Schweden, wie man an eine Schwedische Telefonnummer kommt. Dazu einfach unter der Überschrift die Kommentarfunktion anklicken. Ich erzähl euch dann gerne mehr darüber – spätestens sobald ich selbst herausgefunden habe, wie es funktioniert 😉

Auf ins Leben.

Jetzt stürze ich mich jedenfalls erstmal wieder kopfüber in mein neues Leben hier und freue mich darauf euch bald mal wieder einiges zu berichten und auch darauf einige von euch bald wieder zu sehen. Das ist nämlich, was ich besonders schön finde: Man kann nie genug tolle Leute in seinem Leben haben.

Vi ses ihr Lieben!

med vänliga hälsningar

Moi 🙂

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Der Preis der Unabhängigkeit.

Es wird ernst. Richtig ernst. Und ich merke, was ich schon von Anfang an wusste, aber mir nicht über das Ausmaß im Klaren war: Dieses Vorhaben lässt sich in keinster Weise mit einem Auslandssemester vergleichen. Mit der Erkenntnis stellt sich eine gewisse Überforderung ein. Überwältigung eher. Man könnte sagen Respekt vor der eigenen Courage. Aber dann legt man los und mit jedem Schritt wird es etwas leichter. Wohnung kündigen, Job kündigen, Möbel und Zimmer herzeigen um Abnehmer zu finden. Es geht los…

Aufgeben was war.

Ein Umzug bedeutet immer einiges aufzugeben und loszulassen. Sich damit abzufinden, dass sich Dinge ändern. Nach meinem Auslandssemester hatte ich mich daran gewöhnt, dass ich enge Freunde nur über Skype erreichen kann. An die Aussicht viele liebe Menschen erst in unbestimmter Zeit wieder zu sehen. Ich dachte ich wäre langsam an Veränderung gewöhnt. Vier Umzüge in den letzten drei Jahren, wenn auch meistens nur innerhalb der Stadt. Ich dachte, ich kann das mit dem Neuanfang. Dachte es könnte so anders nicht sein.

Ist es aber. Nach Schweden zu ziehen bedeutet ich gebe mein süßes kleines WG Zimmer im Herzen der Stadt auf. Weg. Und mit ihm auch meine geliebten Möbel. Meine ersten eigenen Möbel. Unter dem Hammer. „Wenn du was zu verschenken hast, dann melde dich gerne“. Na klar.
Den Job aufgeben. Mit all den liebgewonnenen Kollegen mit denen man sich jeden Tag durch Stress und Chaos gelacht hat. Weg.
Das Studienfach, meine Wissenskomfortzone, auch aufgegeben. Zugegeben freiwillig. Mit weit weniger Herzschmerz. Stattdessen ein neues Fach – das ich super spannend finde. Noch vielleicht, ich bin gespannt. Auf jeden Fall eine Unsicherheit mehr.

Man zieht also in eine neue Stadt, in der man niemanden kennt. Gibt auf Freunde und Familie in nächster Nähe zu haben. Löst das Sicherheitsnetz. Freut sich auf das Abenteuer und schaudert.
Ohne Muttersprache. Ohne Brezeln und Maultaschen.

Das sind wir mal wieder: Mein backpack und ich. Und sonst nicht viel vom alten Leben.

Ein Sprung ins Ungewisse.

So fühlt es sich bei aller Vorfreude an. Eine Wohnung in Göteborg zu finden, wurde mir schnell klar, ist kein leichtes Unterfangen. Nach einem Monat intensiver suche, habe ich nun endlich eine erste Rückmeldung bekommen. Privat, als Untermieter. Alles andere scheint schier unmöglich. Die Wartezeit fürs Wohnheim: 2-5 JAHRE. Man zieht also los, packt seine Habseeligkeiten, zieht bei einem Unbekannten ein und hofft, dass es passt. Oft habe ich Anzeigen von Rentnern oder Familien gesehen. Oftmals nur mit sehr bedingter Mitnutzung der Wohnung alà du darfst duschen, wenn wir gerade das Bad nicht brauchen und vielleicht ins Wohnzimmer, wenn niemand im Haus ist. Vorgeschriebene Kochzeiten inklusive. Natürlich der Worstcase.

Ich scheine Glück zu haben. Meine Rückmeldung ist vielversprechend: geskypt, sofort gut verstanden, bezahlbar – für Göteborger Verhältnisse – und relativ zentral. Bald als mal hinfliegen, um hoffentlich den Mietvertrag zu unterschreiben.

Neue Wohnung, neue Uni, neue Stadt, neue Menschen. Und dann ist da noch der kalte, dunkle Winter. Und Herbst… und Frühling.

Und Ja. Ich denke es ist eine sehr gute Idee.

Viele Leute haben mich fast entsetzt gefragt, ob ich sicher bin, dass ich das tun will. Augenbrauen hoch, erstaunter Blick: Natürlich. Aber so langsam verstehe ich, welche Gedanken hier zu der Frage geführt haben.

Ja, es wird nicht immer leicht. Ja, es fällt mir schwer vieles zu verkaufen und abzugeben, was ich besitze. Zumal ich kein Held im Abschied nehmen bin. Ganz im Gegenteil. Ja, ich weiß im Notfall kann ich immer zurückkommen. Nein, das ist nur eine bedingte Hilfe. Natürlich hilft der Gedanke, aber letztlich will man doch eher ans Gelingen glauben denn an die Flucht.

Ich glaube die Erfahrung ist alle Ängste und Bedenken wert. Fakt ist: Wann immer ich meine Komfortzone verlassen habe, hat es mich weiter gebracht. Nur dann finden Entwicklungen statt, mit denen ich nie gerechnet hätte. Auch die sind wiederum nicht immer leicht zu tragen und zu verarbeiten. Aber am Ende bringen sie mich näher zu mir selbst und machen mich stärker.

Und diesmal verlasse ich die Komfortzone sogar geplant und in voller Absicht. Im vollen Bewusstsein, dass es nicht immer so leicht und schön sein wird, wie man es sich im ersten Moment vorstellt. Wenn doch, dann freue ich mich umso mehr.

Es ist Zeit loszulassen. Zu springen. Auf ins Ungewisse und schauen, wo es hingehen kann. Ich freu mich schon.

Mehr zu mir, Göteborg und Entwicklung: bald hier.

med vänliga hälsningar

Lucie

Der Master-Plan

Hallo liebe Freunde,

ich melde mich zurück aus der Versenkung – mit Neuigkeiten.

Manchmal klappen Dinge einfach. Man träumt und hofft und bangt und gibt schon beinahe wieder auf. Um am Ende fest zu stellen, dass manche Dinge einfach klappen.

So ist es mir mit meiner Master-Bewerbung für Schweden ergangen. Nach einer turbulenten Nach-Erasmus-Zeit, die mich mehr Kraft gekostet hat, als ich es erwartet hätte, habe ich mich entschlossen es mit einer Master-Bewerbung in Schweden zu versuchen. Hier die ganze Story:

Sinnkrise.

Ach ja diese Studenten. Nicht vorbereitet auf das Leben, verschult und verhätschelt. Überhaupt kaum lebensfähig, elanlos und dann auch noch dieses ERASMUS-Programm. Das Organisatorische bekommen sie doch eh alles vorgekaut und dann wird ein Semester gefeiert. Von wegen Studium. Und danach landen sie in der der Post-ERASMUS-Depression. Diese verweichlichte Jugend.

So oder so ähnlich wir bekommen wir es immer wieder von der Gesellschaft zu hören, wir plan- und ziellosen Mittzwanziger. Wir Illusionisten.

Nein – das Stichwort Sinnkrise soll hier nicht auf eine Post-ERASMUS-Depression hindeuten. Wobei auch ich dem melancholischen Durchwälzen von Bildern und den verzweifelten gegenseitigen Versicherungen man sehe sich bald wieder, auf dem ein oder anderen Kontinent, sicher nicht entgangen bin. Tatsächlich hat die Auslandserfahrung noch viel drastischere Dinge mit mir angestellt, auf die ich aber an anderer Stelle eingehen möchte. Eines sei gesagt: Sich tatsächlich mit sich selbst auseinander zu setzen ist keine leichte Übung. Dafür kann ich sicher sagen: Ich bin unendlich dankbar dafür, dazu gezwungen worden zu sein.

Sinnkrise. Jetzt aber wirklich. Zu den aufwühlenden Erlebnissen während und nach des Auslandssemesters kam zunehmend die alljährliche Sinnkrise eines (jeden?) Studenten, ob das Studium überhaupt Sinn ergeben hat, ob man fürs Leben vorbereitet ist, was man vom Leben erwartet, wohin der Weg gehen soll. Nur diesmal in verschärfter Variante. Schließlich neigte sich mein Bachelor bedenklich dem Ende zu und nach dem traumhaften Ritt durch das Erasmus-Wunderland (das mir entgegen der gängigen Meinung doch einiges abverlangt hat) klopfte nun doch unüberhörbar die Realität an.

Und jetzt? Arbeiten? Trainee? Master? Noch dazu eine Unzufriedenheit mit der Wahl des Studienfaches, die sich über die Jahre aufgestaut hatte (Anmerkung zum Zeitpunkt der Verfassung: Tatsächlich bin ich zum heutigen Zeitpunkt wieder versöhnt mit meiner Wahl). Eine Alternative musste her.

Arbeiten: Ja. Schön und Gut. Endlich mal die Speißekarte erweitern – irgendeine neue fancy Ergänzung zu den Pasta. Oder so. Und dann? Für die nächsten 50 Jahre? Oder länger – wer weiß. Der Mittzwanziger-Postmaterialist-Einhorn-Weltfrieden-Träumer in mir rebelliert. Nein. Viel zu früh, viel zu jung. Die Welt sehen. Man kennt das ja.

Also Studieren. Ich bin tatsächlich ein sehr ehrgeiziger Mensch und lerne auch wirklich gerne Neues – auch wenn ich mich hierfür häufig eher entschuldigen muss, lass ich das jetzt mal hier so stehen. Das sprach als dafür. Ohne das große Geld auskommen. Geht auch. Schon eingewöhnt, kein Problem. Ein Master also. Nur was und wo?

Auf zu neuen alten Ufern.

Kommunikation war jetzt nicht mehr das Ziel aller Träume – die Vorstellung von eine Karriere in der internen Unternehmenskommunikation eines Mittelständlers ruft minutenlanges inneres Schütteln in mir hervor. Kurz habe ich auch abgewogen, ob es doch noch ein zweiter Bachelor werden soll – Webdevelopement? Recht? – vielleicht international? Als Ingenieur könnte ich Karriere machen oder doch noch mit dem Medizinstudium anfangen? Die Realität klopft wieder, zeigt mir den Vogel und meint, dass es doch sinnvoller wäre nach Vorne zu blicken.

Also in mich kehren. Sinnkrise. Immer wieder. Dann mal der Blick auf die Gegenwart. Und dann einfach mal nach Gusto: Was interessiert mich wirklich?

Die Bewerbungsfrist in Schweden wäre mir am Ende doch fast davongelaufen, nach Monaten des philosophischen Diskurses und der Abwägung unzähligen – teils sehr kreativer – Szenarien. Am Ende hat es aber gereicht. Und nach 3 Monaten Wartezeit hat es mich unerwartet vom Hocker gehauen. Und dann nochmal als ich realisiert habe, wie schwer es werden wird eine Wohnung in Göteborg zu finden. Und dann noch einmal, als ich realisiere, dass ich mich riesig auf mein Studium freue. Nicht Astronaut, Ingenieur, Arzt oder Lama-Hirte (das war tatsächlich kurzzeitig ein Szenario mit nicht allzu schlechten Gewinnchancen) – so wie es ausschaut werde ich mich wohl eher im Beziehungsgeflecht internationaler Akteure wiederfinden. Kommunikativ und politisch.

Der Mind denkt groß und wagt, sich Hoffnungen zu machen. Die Realität bleibt friedlich, zuckt mit den Schultern und meint „Na bitte. Endlich eine Entscheidung.“ und was die ferne Zukunft bringt, kann ohnehin keiner sagen.

Die nahe bringt mich aber wohl erstmal in die schönste und coolste Stadt Schwedens: Göteborg. Im Sommer geht´s los. Auch über mein neues Abenteuer wird natürlich hier berichtet – also gerne dranbleiben 🙂

med vänliga hälsningar

Lucie

Get to know Sweden – Nature edition: Hiking in Store Mosse Nationalpark.

***for english version please scroll down***

Hallo ihr Lieben,

In Schweden erlebe ich immer wieder ein ähnliches Szenario: Ich mache mich auf eine neue Gegend oder Stadt zu erkunden und lege Ziele fest, die ich unbedingt besichtigen möchte. Am Ende stelle ich immer wieder das gleiche fest: Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten waren ganz schön – aber die Natur auf dem Weg dorthin oder beim Wandern war wieder umwerfend. In meinen mittlerweile fast vier Monaten hier hat sich die Natur wahnsinnig verändert – logischerweise. Von kalten weißen Landschaften bis zu warmen Frühlingstagen, an denen man einfach nur am See in der Sonne liegen möchte habe ich mittlerweile alles erlebt hier. Dieser Wandel macht die Natur hier nur noch aufregender, denn an keinem Tag sieht der gleiche Ort wieder aus wie am Tag zuvor. Ja, das hört sich furchtbar übertrieben tiefgründig an. Vermutlich ist das zuhause genauso, nur geht das im normalen Alltag eben an einem vorbei. Umso mehr ein Grund es hier zu erwähnen – einer meiner Lieblings-Nebeneffekte am Auslandssemster ist, dass man auch alltägliches viel bewusster wahrnimmt.

Vor drei Wochen habe ich einen wunderschönen Tagestrip gen Süden unternommen: Eine Hiking-Tour im Store Mosse Nationalpark, dem größten Moorgebiet Südschwedens. Der 14km lange Wanderweg führt größten Teils über (wippende) Holzplanken direkt über dem Moor. Den großen Weg einmal um den Kävsjön herum zu nehmen kann ich nur empfehlen, denn hier zeigt sich wieder einmal die schwedische Natur von ihrer schönsten Seite. Dank toller Ausschilderung muss man sich keine Sekunde Gedanken machen, ob man noch auf dem richtigen Weg ist und dank der Holzplanken kommt man trockenen Fußes und ohne Probleme durchs Moor. Einige äußerst wilde Tiere haben wir auch angetroffen, auch wenn sich die erhofften Elche lieber tief im Wald vor uns versteckt haben.

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Welcome back everyone!

Here in Sweden I experience the same thing over and over again: I make plans to explore a new region or city and decide about all the sights I definitely want to visit. In the end I´m always left with the same impression: The city and the sights were nice – but what really impressed me was the nature surrounding it. In the last four months that I spent here I experienced everything from the cold snowy Swedish landscape to beautiful warm spring days that make you want to lie at the lake all day long. This change in nature makes it even more exciting to watch it. No place will look the same when you come back to it even just a couple of days later. This sounds exaggerated deep. Probably it´s just the same at home, we just don´t see this process in our everyday busy lifes.  That´s one of my favorite side effects of studying abroad – you start to perceive little everyday things so much more conscious.

Three weeks ago I did a really nice day trip to the Store Mosse national park, southern Sweden´s biggest marshland. We did a 14km long hike there, mostly on wooden planks directly over the marsh. I highly recommend taking the long route around Kävsjön – the nature is stunning there once more. Thanks to great signage you don´t have to think about if you´re still on the right way for a single second and thanks to the planks you stay all dry. We could find some real wild animals there, too. The moose we waited for with tension decided to stay deep inside the forest though.

Direkt am Parkplatz findet sich ein kleiner Ausstellungsraum mit Informationen zum Moor. Typisch schwedisch ziehen sich alle Besucher vor dem Eintreten die Schuhe aus – Hausschuhe stehen in allen Größen bereit. ~~~ Right at the beginning of the route you can visit a small exhibition room. As a typically swedish habit everybody takes off their shoes before entering – of cause. Slippers are provided in all sizes ;).

Moorlandschaft

Blick über das Moor – endlose Weiten. ~~~ Endless view over the marshland.

Eidechse

Unsere erste wilde Moor-Begegnung ~~~ the first wild animal we met.

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… und ein Miniaturfrosch ~~~ and a tiny little frog ❤

specht

Klassischer Weise kann man im Moor gut Vögel beobachten – auch wenn wir dabei relativ erfolglos waren, ist mir doch noch ein Specht vor die Linse geflogen. ~~~ The marsh is famous for being a good place to watch birds – well, at least we saw this beautiful woodpecker…

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Auf der Route liegen verschiedenste Landschaftstypen, auch Wald ist dabei. ~~~ The route goes through different landscapes, including forest.

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So, ich hoffe es hat euch gefallen mal wieder von mir zu lesen. Wer Lust hat selbst vorbeizuschauen, hier geht’s zur offiziellen Website des Nationalparks. Bis bald!

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Hope you enjoyed reading about my stay here after this quite long break. If you´re interested in visiting the park yourself or reading more about it, this link leads you to the official website. Read you soon!

med vänliga hälsningar

Eure Lucie

Get to know Jönköping – Jättesyngg naturen.

***find english version included in text***

Hallo ihr Lieben,

nun gab es doch schon eine Weile kein Lebenszeichen mehr von mir. Das liegt unter anderem daran, dass auch im Auslandssemester irgendwann der Alltag einkehrt – Unibücher und Assignments geben keine allzu schönen Blog-Beiträge her.

Am letzten Wochenende hatten wir zum Glück grandioses Wetter und die Sonne hat sich doch tatsächlich herausgewagt: Beste Voraussetzungen also sich endlich einmal auf den Weg zu machen und die Gegend zu erkunden! Dick eingemummelt haben wir uns auf den Weg gemacht und sind einfach drauf losgestiefelt – raus aus Råslätt und durch den Wald (eher „das Wäldchen“) Richtung Felder. Hier sind ein paar Eindrück von unserer Erkundungstour:

~~~ Hey everybody,

I didn´t blog in quiet a while now. One reason for that is of cause the daily routine that comes up sometime even when living abroad – schoolbooks and assignment don´t seem to be good blog post topics…

Fortunately we had fantastic weather last weekend: Best conditions to go for a walk and finally explore your environment. Bundled up we left Råslätt in a random direction and found this:

~~~

unterwegs ~ on our way

unterwegs ~ on our way

winterliche Straße in Jönköping

Eine Ansammlung von Häuschen außerhalb von Råslätt – sehr typisch, abgeschieden vom Rest der Welt. ~ a couple of houses outside Råslätt – very typical, isolated houses

 

 

Schwedisches Haus

Ein süßes kleines Häuschen – Mitten im nichts. ~ A cute little house in the middle of nowhere.

 

Baum an einem See

Ungewohnte Bäume ~ unfamiliar trees

 

Fußabdrücke im Schnee

Und Fußabdrücke im Schnee – weder Mensch noch Hund, wer hat diese Spuren wohl hinterlassen? ~ footprints in the snow – neither human nor dog… who left these?

Und plötzlich taucht wieder ein Hof aus dem nichts auf. ~ And suddenly there is another house appearing out of thin air.

Und plötzlich taucht wieder ein Hof aus dem nichts auf. ~ And suddenly there is another house appearing out of thin air.

Der Höhepunkt unserer Tour: Ein wunderschöner See, fast direkt vor unserer Haustüre. ~ The highlight of our walk was this amazing lake just outside of Råslätt.

Der Höhepunkt unserer Tour: Ein wunderschöner See, fast direkt vor unserer Haustüre.
~ The highlight of our walk was this amazing lake just outside of Råslätt.

Ich hoffe wir sehen, hören oder lesen uns bald wieder!

med vänliga hälsningar

Eure Lucie

 

Ein erster Blick zurück.

***for english version please scroll down***

Hej Hej,

Man könnte sagen, es ist viel zu früh einen ersten Blick zurück zu werfen. Gerade einmal zwei Wochen ist es nun her, dass ich meinen Koffer und Backpack in mein neues Zuhause in Jönköping geschleppt habe. Trotzdem möchte ich das heute einmal machen, für all jene die interessiert, was ich hier so getrieben habe in den ersten beiden Wochen.

Eine Eingewöhnungszeit im eigentlichen Sinne gab es für mich nicht in Jönköping – vielleicht ist das gar nicht schlecht, denn so landet man sofort mitten im Leben und muss sich zurecht finden.

In der ersten Woche hatten wir also volles Programm. Die Uni hat an jeden Tag Info-Veranstaltungen organisiert. Akademisches Schreiben, wie funktioniert die Bibliothek, wo kaufe ich meine Bücher – und ein großer Teil „Was du auf keinen Fall machen darfst in Schweden“. Schweden lieben Regeln. Ja, sogar noch mehr als wir Deutschen. Sogar vor studentischen Veranstaltungen erfolgt erst einmal eine ausführliche Erörterung aller Regeln. Keiner der Anwesenden wir jemals wieder vergessen, wo Notausgänge und Feuerlöscher zu finden sind. Noch eine Eigenschaft der Schweden: Sie halten sich auch einfach an bestehende Regeln. „Der Schwede an sich“ tritt nicht gerade als Rebell hervor – natürlich gibt es von jeder Regel auch eine Ausnahme…

Nach dem universitären Programm standen jeden Tag verschiedene Veranstaltungen auf dem Plan, organisiert von den „sexmästeri“ (Fachschaften): Campus Games, Night Missions, ein Sittning (ein gemeinsames Abendessen bei dem die verschiedenen sexmästeri Sketche und ähnliches aufführen). Beschlossen wurden die Tage im studentischen Akademien-Club. Eine volle Woche also.

Bei allem Spaß kann man leicht vergessen, dass man dennoch ein Vollzeitstudium zu absolvieren hat. In der zweiten Woche wurde das jedoch ziemlich schnell klar. Es gilt wohl, eine gelungene Balance zu finden. Das klappt hoffentlich besser als mit der Balance bei Ice Skaten auf einem gefrorenen Fußballfeld gestern (was trotz mangelnder Begabung unheimlich witzig war).

Ich habe mich hier also super eingelebt wie ihr sehen könnte und genieße mein Auslandssemester sehr. Schaut bald mal wieder vorbei!

med vänliga hälsningar

Lucie

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Hey everyone,

One could say it´s way to early to take a look back. Just 2 weeks have passed since I dragged my luggage to my new home in Sweden. But that´s exactly what I want to do now for all of you who are interested in what I did here for the last two weeks.

Actually there was no real time to get used to the situation and my new environment. Well, maybe that´s not so bad – one is forced to not think about everything so much and just needs to get along with everything immediately.

So we had a quiet crowded schedule in the first week. Every day we were given info-lectures by the university staff. Academic writing, how does the library work, where to buy my books – and a whole lot of “what you are not allowed to do in sweden“. Swedes love rules. Yes, even more than us germans. Even before studentorganized events start there would always be a detailled discussion about all rules to be considered. Non of the participants will ever forget where to find the emergency exits or the extinguishers. Another characteristic of the swedes: They also stick to the set rules. I would not expect swedes to act out in a somewhat rebellious way – well, there is always exceptions to the rule though…

After the university´s programm there were more activities on our schedule every day. All organized by the different student associations (“sexmästeris”): The Campus Games, Night Missions, a Sittning (a dinner during which the different sexmästeris performed sketches etc.). Every day ended in the student club Akademie of cause.

Considering all this fun activities one is likely to forget that this is still a fulltime study every Erasmus student has to complete here. The second week reminded us of this: Lectures have started and they demand a not to little effort, too. It´s all about finding a good balance, I guess. I hope that is gonna work out better than finding the balance on the ice yesterday: Although laking talent on ice skating I really had much fun skating on a frozen soccer field!

As you can see, I really settled here now and really enjoy my studies abroad!

med vänliga hälsningar

Lucie

Hej hej Sverige, nice to meet you!

Hallo ihr Lieben,

nun bin ich endlich in Schweden angekommen. Eigentlich schon am Samstag, aber wie ihr euch sicher denken könnt, gibt es so einiges zu organisieren, also melde ich mich erst jetzt.

Schweden ist das Land der Wälder, Seen, Natur und Weite. Alles ist so wahnsinnig weitläufig. Kein Haus steht zu nahe am nächsten, Supermärkte haben enorm weite Gänge, es ist überall so wahnsinnig viel Platz. Ich glaube die Schweden fühlen sich wirklich nicht gerne eingeengt, weder räumlich noch sozial. Man sollte besser nicht mit der Tür ins Haus fallen, sondern eher vorsichtig Kontakt aufnehmen. Eine Einladung zum Abendessen, wenn man sich kaum kennt? Nicht denkbar – hat man uns direkt aufgeklärt. Besser erstmal zur „Fika“ treffen. Jener heißgeliebten schwedischen Kaffee-Pause (zu der häufig Kanelbullar gereicht werden), die anscheinend mit gewissenhaften Präzision zweimal täglich (und zwar um 9.30 Uhr und 14.30Uhr) praktiziert wird. Ich bin sehr gespannt, ob das tatsächlich so ist… Als Kaffee- und Süßigkeiten-Fan, wäre das mein Traum. Während dieser Zeit steht das schwedische Leben still, es empfiehlt sich also, mitzumachen, zu dieser Zeit wird ohnehin kein Schwede erreichbar sein.

Schon in meinen ersten zwei Tagen hier habe ich unzählige Storys für euch aufgeschnappt, die unbedingt erzählt werden wollen. Die schwedische Uni-Kultur zum Beispiel, die Regelhörigkeit der Schweden und all die kleinen Rätsel, die es in einem fremden Land erst einmal zu lösen gilt. Viel zu viel, um alles in diesem Post zu erwähnen…

Ich würde euch gerne Bilder zeigen von dieser wirklich schönen Stadt, der Uni, dem Land und der Natur. Tatsächlich hat mich Jönköping aber stürmisch und trüb empfangen. Auch dass es gegen vier schon dunkel ist, macht das fotografieren nicht leicht. So viel soll aber gesagt sein: Bald folgen Bilder und weitere spannende Beiträge.

Nur fürs Erste: Ich wäre dann mal da.

Schaut also bald wieder vorbei,

med vänliga hälsningar

Lucie